03.06.2019
Nach Beleidigung einer Fleischerei-Fachverkäuferin: Wir fordern mehr Anstand und Anerkennung!

Eine Mutter beleidigt vor ihrem Kind eine Fleischerei-Fachverkäuferin: Die FREIEN WÄHLER Bayern finden das untragbar und fordern Anerkennung und Anstand. Generalsekretärin Susann Enders sagt, dass gerade diese Berufe eine tragende Säule unserer Gesellschaft sind. Und dass die FREIEN WÄHLER diese seit jeher unterstützen.

München. Im oberfränkischen Lichtenfels beleidigt eine Mutter eine Fleischerei-Fachverkäuferin. Zu ihrem Kind sagt die Mutter: "Wenn du weiterhin nichts für die Schule lernst, dann stehst du auch mal dort hinten!" Dieses Verhalten zeigt, wie weit unsere Gesellschaft verroht. Die FREIEN WÄHLER Bayern finden diesen Ton untragbar und fordern mehr Respekt und Anerkennung, gerade gegenüber Berufen, die eine tragende Säule unserer Gesellschaft sind: Fleischerei-Fachverkäuferinnen, Bäcker, Pflegekräfte, Hebammen, Feuerwehrleute, Polizisten, Erzieherinnen und viele weitere. 

Susann Enders, Generalsekretärin der FREIEN WÄHLER Bayern, betont, dass diese Form der Abwertung völlig unüberlegt ist. Die Arbeit als Fleischerei-Fachverkäuferin ist ein gesellschaftlich anerkannter und hochwertiger Beruf. "Unsere Gesellschaft funktioniert nur deswegen, weil jeder anpackt, von der Metzgerin bis hin zum Sternekoch", betont Enders, die ihre Argumente aus ihrer eigenen Vita begründet: "Aus meiner Erfahrung als OP-Schwester im Krankenhaus weiß ich, wie wichtig es ist, dass vom Reinigungspersonal, welches für Hygiene sorgt, bis hin zum Chefarzt, der den Schnitt setzt, alles verzahnt sein muss." Die FREIEN WÄHLER schätzen daher jede berufliche Ausbildung und möchten an dieser Stelle Anerkennung gegenüber Berufen äußern, die manche Menschen abzuwerten versuchen. 

Der Geschäftsführer des Ladens, in dem die Mutter die Mitarbeiterin beleidigt hat, verteidigt sich und seine Mitarbeiter indes bei Facebook. Seine Mitarbeiter seien "gut ausgebildete Fachkräfte, mit Schulabschluss, und abgeschlossener Berufsausbildung", viele hätten mittlere Reife, einige sogar Abitur. An die Mutter schreibt er: "Solange Menschen wie Sie mit dem Finger auf Menschen wie uns zeigen, macht es auch keinen Sinn, Ihnen zu erklären, dass ein Meistertitel so viel Wert ist wie ein Studium, und eine duale Ausbildung weltweit mehr zählt als ein Abitur." Damit spricht er ein Thema an, für das die FREIEN WÄHLER seit Jahren kämpfen: die stärkere Wertschätzung von Ausbildungsberufen, die Anerkennung guter Handwerker, die Wichtigkeit des Meistertitels! 

FREIE WÄHLER fordern Wiedereinführung der Meisterpflicht:  Meisterbetriebe stehen für Qualität und Engagement in der Ausbildung

"Unsere Gesellschaft ist vielfältig, berufliche Unterschiede gehören dazu. Was keinen Platz hat, sind Ausgrenzung und Abwertung", resümiert  Suann Enders. Die FREIEN WÄHLER stehen als Partei der Mitte für eine Gleichbehandlung, egal welche berufliche Reputation jemand mitbringt. Oder, um es zu vereinfachen. Die FREIEN WÄHLER wünschen sich einfach mehr Anstand! 
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Freie Wähler Bayern, Landespressestelle
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